Winter 2025

"Bei uns"-Header, inklusive Logo und Claim
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Portrait der Senatorin Karen Pein in der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Logo der Hamburger Genossenschaften

Unsere Titelthemen

Logo der Hamburger Genossenschaften

Gastbeitrag von
Senatorin Karen Pein

Die drei Organe einer
Genossenschaft

Kontakte, die
weiterhelfen

Liebe Mitglieder,

wir begrüßen Sie herzlich zur Winter-Ausgabe der „bei uns“. Was für Monate liegen hinter uns? Politologen sprechen angesichts der vielfältigen Herausforderungen von „Polykrise“. Umso wichtiger ist es, sich auch auf das zu besinnen, was sich stetig bewährt. Die UN hat 2025 zum „Internationalen Jahr der Genossenschaften“ erklärt – wir nehmen das zum Anlass, in der Titelgeschichte noch einmal die Grundprinzipien dieser guten Idee vorzustellen. Senatorin Karen Pein erläutert zudem in einem Gastbeitrag, welche besondere Bedeutung die Genossenschaften für die Stadtentwicklung in Hamburg haben. Und wir haben Service für Sie zusammengestellt: über die Online-Ausweisfunktion, über Lüften im Winter und klangvolle Events zum Jahresabschluss.

Bleiben Sie gesund, und genießen Sie die Winterzeit, wann immer Sie können!

Inhalte dieser Ausgabe

Die Landschaftsachse Eimsbüttel läuft durch die Stellinger Schweiz

Neues aus Hamburg und den Genossenschaften

Die genossenschaftliche Idee – darum lohnt sich der Einsatz

Bausenatorin Karen Pein über die Bedeutung der Genossenschaften

Diese Kontakte helfen Ihnen weiter

Wissenswertes über das beliebte Reiseziel

Von Reggae bis Klassik: Konzerte zum Jahresende

Rätselspaß für die ganze Familie

Jetzt entdecken

Hamburger grün

Sommerliches Landschaftsbild des Stellinger Feldmarks
Sommerliches Landschaftsbild des Stellinger Feldmarks

Hügellandschaft in City-Nähe: In Stellingen können (kleine) Anhöhen erklommen werden

Klein, aber oho

Grüne Hügel im Westen Hamburgs – die Stellinger Schweiz wurde von
Menschenhand geschaffen und ist doch wildromantisch 

Die Stellinger Schweiz, eigentlich „Stellinger Feldmark“, liegt eingebettet zwischen Hagenbecks Tierpark und Niendorfer Gehege. Sanfte Erhebungen, Feuchtbiotope, Knicks, lichter Wald und die Geelbek, die sich durch das Grün schlängelt: ein Stück Landschaft, das so nahe der Großstadt überraschend wildromantisch erscheint – mittendrin ein Naturspielplatz mit Kletterparcours und Picknicktischen. Die Stellinger Schweiz ist jedoch keine natürlich gewachsene Hügellandschaft. Sie ist vielmehr das Ergebnis einer Aufschüttung, die auf den Ausbau der Autobahn, aber auch auf einen Kiesabbau zurückzuführen sein könnte. 1957 wurde das knapp 15 Hektar große Gelände Teil eines Landschaftsschutzgebietes. Die Namensgebung „Schweiz“? Nun ja, bekanntlich genügen bereits kleinere Höhenunterschiede, um die hanseatische Fantasie in dieser Hinsicht zu beflügeln. Heute ist die grüne Oase Teil der Landschaftsachse Eimsbüttel, die den Ersten Grünen Ring in der Innenstadt mit dem Zweiten Grünen Ring verbindet, der wiederum auf fast 100 Kilometern rund um die Hansestadt führt. Wer Lust auf eine längere Tour hat, kann also aus der Stellinger Schweiz weiter bis ins nördlich gelegene 150 Hektar große Niendorfer Gehege laufen. An der östlichen Seite, nur getrennt durch den Deelwisch, öffnet sich der Amsinckpark, ein 5,7 Hektar großer denkmalgeschützter Landschaftsgarten im englischen Stil aus dem 19. Jahrhundert mit Baumriesen und Herrenhaus. Hinkommen: mit dem Bus 181 bis Deelwisch oder per U2 bis Hagenbecks Tierpark. Tipp: Auf hamburg.de kann man sich den schön illustrierten Faltplan „Landschaftsachse Eimsbüttel“ herunterladen.

Meldungen

Straßengeschichten

Illustration des Straßenschildes "Kehrwieder"

Kehrwieder

„Junge, komm bald wieder!“ Es liegt so nahe, anzunehmen, dass der Straßenname und die Ortsbezeichnung Kehrwieder und Kehrwiederspitze in der HafenCity ihren Ursprung darin hätten, dass Familien und Freunde hier in früheren Zeiten die häufig monatelang zur See fahrenden Männer mit dem innigen Wunsch „Kehr wieder!“ verabschiedet haben. Schließlich liegt die Kehrwiederspitze an der Ausfahrt aus dem Hafen. Tatsächlich trägt die langgestreckte Halbinsel den Namen Kehrwiederspitze, weil die Menschen hier einst umkehren mussten, um aus der Speicherstadt über die Brooksbrücke in die Stadt zurückzukehren. Erst seit 1880 die Niederbaumbrücke erbaut wurde, können die Bürger und Bürgerinnen direkt von der Spitze hinüber zum Baumwall gelangen.

Ein Museum geht auf die Straße

Das Museum für Hamburgische Geschichte ist bis 2028 geschlossen, weil das Haus saniert wird. Trotzdem ist jetzt hier eine Menge los. Im Angebot: spannende Führungen, das Projekt „Mein Hamburg!“, das dazu einlädt, die eigene Geschichte mit der Hansestadt zu erzählen, und die App „Auf der Spur der verschwundenen Stadt“. Mehr Infos: shmh.de/museum-fuer-hamburgische-geschichte/

Zahlen erzählen

Illustration einer Hausfassade mit Personen und Menschen, die an den Fenstern stehen

30 m²

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verfügten Hamburgerinnen und Hamburger im Schnitt über 8,3 Quadratmeter Wohnfläche je Person, heute sind es 38,8 Quadratmeter. Die Wohnfläche pro Person stieg damit in den vergangenen Jahrzehnten um mehr als 30 Quadratmeter, ermittelte das Statistikamt Nord anlässlich des 80. Jahrestages des Kriegsendes. Ein Grund für diese Entwicklung ist die besonders starke Zunahme von Single-Haushalten in Hamburg. Zum Vergleich: In Europa leben im Schnitt 2,3 Personen in einem Haushalt, so die Eurostat-Veröffentlichung „Housing in Europe – 2024“.

Geschichte und Gegenwart

So arbeiten die
Genossenschaften zusammen

Illustration eines Buches mit dem Text "Genossenschafts-know-how"

Hätten Sie es gewusst? Mehr als 30 Wohnungsbaugenossenschaften setzen sich in der Hansestadt für bezahlbares Wohnen ein. Mit rund 135.000 Wohnungen bieten sie mehr als 230.000 Hamburger Bürgerinnen und Bürgern und ihren Familien ein Zuhause. Die größte Wohnungsbaugenossenschaft in der Stadt ist der Bauverein der Elbgemeinden eG. Die im Jahr 1875 gegründete Allgemeine Deutsche Schiffszimmerer Genossenschaft eG ist die älteste hamburgische Wohnbaugenossenschaft. Als lokal verwurzelte Arbeit- und bedeutende Auftraggeber für das Handwerk sind die kleineren und größeren Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Zudem sichern sie gemeinsam mit mehr als 1.550 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wichtige Arbeitsplätze in der Wohnungswirtschaft und wirken mit knapp 150 Ausbildungsplätzen dem Fachkräftemangel entgegen. Bei großen Bauprojekten wie zum Beispiel in der HafenCity arbeiten die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften auch immer wieder direkt zusammen und sorgen gemeinsam für neuen Wohnraum. Seit 1976 bündelt der Verein Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e. V. die Aktivitäten der rund 30 Mitgliedsgenossenschaften in der Hansestadt. Aufgabe des Vereins ist es, den Austausch und die Zusammenarbeit der einzelnen Genossenschaften untereinander zu fördern und die Interessen der Mitgliedsgenossenschaften nach außen zu vertreten. Stellvertretend für alle Vereinsmitglieder steht der Verein im kontinuierlichen Dialog mit Politik, Wirtschaft und den Medien. Die Vorstände aus derzeit fünf Mitgliedsgenossenschaften bilden ehrenamtlich den Vorstand des Vereins. Der Verein ist übrigens auch Herausgeber der „bei uns“, die Sie seit Jahrzehnten vierteljährlich über Hamburg, über Stadtentwicklung, Wohnen und die Genossenschaften informiert.

Unsere Mitbewohner

Animierte Illustration eines krabelnden Reismehlkaefers

Reismehlkäfer

Woher stammt er?

Ursprünglich vor allem in Südostasien beheimatet, hat sich der Vorratsschädling inzwischen weltweit verbreitet. Die 2 bis 6 Millimeter langen Insekten sind oval geformt und haben schwarze bis rotbraune Flügeldecken.

Wie kommt er ins Haus? 

Häufig mit dem Einkauf! Ob Mehl, Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte, Nüsse oder Tierfutter – es kann passieren, dass die Waren bereits im Laden mit Larven oder Eiern kontaminiert waren. Der Schädling frisst sich durch die Vorräte, verunreinigt sie mit Kot, Spinnfäden, Puppenhüllen und hinterlässt sie verklumpt, zum Teil rosa verfärbt und muffig riechend.

Wie werde ich ihn los?

Befallende Lebensmittel müssen vollständig entsorgt werden, dann die Schränke nach Käfern, Larven und Puppen absuchen und die Regale gründlich reinigen.

Wie kann ich vorbeugen? 

Werfen Sie einen prüfenden Blick auf Einkäufe, Warnsignal sind angefressene Verpackungen. Lagern Sie Ihre Lebensmittel kühl und trocken, Mehl, Nudeln & Co. am besten in gut verschließbaren Behältern. Plus: Ein regelmäßiger Check gemäß der FiFo-Strategie („first-in, first-out“) ist sinnvoll.

Mehr Teilhabe

Freier Eintritt

Der Verein KulturLeben Hamburg e. V. sorgt dafür, dass Kultur für alle da ist

Aussenansicht des deutschen Schauspielhauses

Ein Konzert besuchen, gemeinsam ins Theater oder ins Museum gehen – was für viele Hamburger und Hamburgerinnen selbstverständlich klingt, können sich immer mehr Menschen in unserer Stadt nicht leisten: Kultur live erleben. Der Verein KulturLeben Hamburg engagiert sich seit 2011 dafür, Kultur für alle Menschen in Hamburg zugänglich zu machen. Mit der Unterstützung von inzwischen mehr als 450 Partnern aus dem Kultur- und Sozialbereich vermittelt das Team kostenfreie Kulturplätze (u. a. für Museen und Theater) an Menschen mit geringem Einkommen – Angebote für Kinder und Jugendliche gibt es natürlich auch. Und weil Kultur Begegnung ist, gilt bei einer Kartenvermittlung immer: Die Begleitung ist mit eingeladen. Wie kann man KulturGast werden? Alle Infos dazu finden Sie auf: kulturleben-hamburg.de, oder Sie nutzen die kostenfreie Telefonnummer 08 00/0 18 01 05 – immer Montag bis Donnerstag zwischen 14:30 und 17:30 Uhr und am Freitag zwischen 10 und 12 Uhr erreichbar.

Netzwerken

Azubi Day bei Bergedorf-Bille

67 Azubis aus rund 20 Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften trafen sich Anfang Oktober bei der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Bergedorf-Bille eG. Der jährliche Azubi Day bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Kontakte untereinander zu knüpfen und sich zu vernetzen – und gleichzeitig in die aktuellen Projekte der gastgebenden Genossenschaft hineinzuschnuppern. Die Gruppe besichtigte zunächst die alte Verwaltung der Bergedorf-Bille, traf sich dann zu einem kleinen Brainstorming über künftige Nutzungsmöglichkeiten und hörte abschließend einen Fachvortrag über das Cluster-Wohnen. Nachmittags ging es dann um Klimaziele und die energetische Sanierung im Quartier Wiesnerring. Seit 2024 werden hier rund 500 Wohnungen Zug um Zug energetisch aufgewertet und die Häuser mit Solaranlagen ausgestattet. Den Nutzern und Nutzerinnen wird erstmals günstiger, fossilfreier Strom vom eigenen Dach angeboten. „Am Azubi Day wird einmal mehr sichtbar, wie abwechslungsreich die Aufgaben in der Wohnungswirtschaft sind und wie vielseitig und wertvoll eine Ausbildung bei den Genossenschaften ist“, sagt Rolf Below von der Baugenossenschaft Bergedorf-Bille. „Der Azubi Day soll eine feste Einrichtung bleiben – und wir freuen uns auf Input von den Azubis, welche Themen zukünftig gewünscht sind.“

Azubis beim Azubi Day

Heizen und lüften

Warm und gemütlich

Energiekosten sparen und mit perfektem Raumklima die Wohnung vor
Schimmel schützen – so geht es!

Weiße Katze liegt auf einem Heizkoerper

1

Die Temperatur

Richtig ist: Das Heizen verursacht einen immer größeren Anteil an den Nebenkosten. Richtig ist aber auch: Falsches Sparen kann die Schimmelbildung befördern. Wie gelingt die Balance? Indem Sie die Temperatur in Wohnräumen bei etwa 20 Grad konstant einregulieren (Thermostatventil auf 3). Jedes Grad mehr bedeutet rund 6 Prozent mehr Heizenergieaufwand! Unter 18 Grad sollte die Temperatur jedoch nie sinken – auch nicht im Schlafzimmer. Wichtig: Vorhänge oder Möbel direkt vor den Heizkörpern vermindern die Wärmeabstrahlung. 

2

Die Luftfeuchtigkeit

Wie entsteht Schimmel? Ist die Wandoberfläche mehr als 5 Grad kälter als die Innenraumtemperatur, kann sich bei hoher Raumluftfeuchte bereits Schimmel auf der Wand bilden. So vermeiden Sie den Ärger: Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht über 60 Prozent liegen (messbar mit einem Hygrometer), sonst droht in Ecken und hinter Schränken Schimmel. Ursachen zu hoher Luftfeuchte können sein: Zimmerpflanzen, Wasserdampf aus Küche und Dusche sowie Wäschetrocknung – und unzureichendes Lüften. Wichtig ist zudem, dass die Luft gut in den Räumen zirkulieren kann; Möbel stehen am besten mit fünf Zentimeter Abstand zur Wand.

3

Das Lüften

Das A und O fürs gute Raumklima! Beim Lüften ist es wichtig, immer für einen kompletten Luftaustausch zu sorgen – das bekannte „Stoßlüften“ mit weit geöffneten Fenstern mehrmals täglich für etwa 5 Minuten (mit Durchzug) oder 10 Minuten (ohne Durchzug). Die Heizung wird in dieser Zeit abgestellt. Besonders im Winter sind dauerhaft gekippte Fenster komplett zu vermeiden. Bei allen Fragen rund ums Raumklima wenden Sie sich gerne an Ihre Genossenschaft! 

Kreativität

MakerLab

In der Zentralbibliothek der Bücherhallen am Hühnerposten können Sie kreative Ideen umsetzen. Im MakerLab stehen Geräte wie 3D-Drucker, Lasercutter, Plotter, Näh- und Stickmaschinen für eigene Projekte zur Verfügung. Neben offenen Werkstattzeiten gibt es angeleitete Workshops und Führerschein-Kurse, die dazu befähigen, die Geräte alleine und selbstständig zu bedienen. Mit Anmeldung, Eintritt frei, Kinder unter 16 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten. Mehr Infos und Termine: buecherhallen.de

Sortiment der MakerLab-Werkstatt, unter anderem 3D-Drucker und Lasercutter

SO FUNKTIONIEREN GENOSSENSCHAFTEN

SO FUNKTIONIEREN

GENOSSENSCHAFTEN

Prinzip Solidarität

Wir haben Vertreterinnen und Vertreter von Aufsichtsräten, Vorständen und Mitgliedervertretungen von Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften befragt. Sie erzählen, wie sie zur Genossenschaft gekommen sind, was sie an dieser Form des Wirtschaftens besonders wertschätzen – und welche Herausforderungen sie sehen

Zwei Buchstaben mit großer Wirkung: eG! Sie stehen für „eingetragene Genossenschaft“ – ein wirtschaftlicher Zusammenschluss, der nicht nach maximalem Gewinn, sondern nach maximalem Nutzen für seine Mitglieder strebt. Diese großartige Idee ist rund 175 Jahre alt ist. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in Deutschland die ersten Einkaufsgenossenschaften gegründet. Damit wollte man in Krisenzeiten Versorgungslücken überbrücken – mithilfe des basisdemokratischen Prinzips von Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung. Das genossenschaftliche Motto „Gemeinsam etwas erreichen, was alleine nicht möglich wäre“ gilt bis heute, selbstverständlich auch für die über 30 Wohnungsbaugenossenschaften in der Hansestadt. Annette Noch, Aufsichtsrätin bei der Hamburger Lehrerbau-Genossenschaft eG, beschreibt die Grundidee anschaulich: „In einer Genossenschaft sind alle ein kleines bisschen Eigentümer. Wir müssen nicht „schlucken“, was ein Eigentümer uns serviert, sondern unsere eigenen Ideen und Erfahrungen sind gefragt, um unser Lebensumfeld mitzugestalten.“ 

„Unser gemeinsames Handeln dient einzig allein einem Zweck: gutes Wohnen für alle Generationen!“

NIKLAS MORITZ-SCHMIDT, Aufsichtsrat Hamburger Lehrer-Baugenossenschaft eG

Damit das in der Praxis funktioniert, gibt es Regeln, wie das gemeinschaftliche Wirtschaften organisiert ist. So besteht eine Genossenschaft immer aus drei Organen: dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und der Generalversammlung, in der sich die Gesamtheit der Mitglieder von ihren gewählten Vertretern und Vertreterinnen repräsentieren lässt. Fragt man bei den ehrenamtlich Engagierten (im Porträt) nach, berichten sie unisono, dass das Vertreteramt zeitlich und organisatorisch „absolut machbar“ sei – das Wichtigste sei ein grundlegendes Interesse, ein offenes Ohr und die Bereitschaft, an der General- oder auch Mitgliederversammlung teilzunehmen. Denn dort wählen die Vertreter und Vertreterinnen den ebenfalls ehrenamtlich arbeitenden Aufsichtsrat, der wiederum den Vorstand bestimmt, der das operative Geschäft übernimmt.

„Die große Aufgabe ist es, bezahlbares Wohnen und Klimaneutralität zusammenzubringen.“

SÖNKE SELK, Vorstand Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG

Der Aufsichtsrat begleitet die Vorstände dabei kritisch-konstruktiv, überprüft Zahlen und Strategien und bringt die Perspektive der Mitglieder ein. „Diese Nähe zur Basis macht die Aufgabe besonders – man spürt, dass Entscheidungen ganz konkret etwas für Menschen bewirken“, sagt Meike Grimm, Mitglied des Aufsichtsrats bei der Schiffszimmerer-Genossenschaft eG. „Es geht darum, die Interessen der Mitglieder zu berücksichtigen und gleichzeitig verantwortungsvoll für die Genossenschaft zu entscheiden“, ergänzt Kerstin Meinrenken, Aufsichtsrätin bei der Walddörfer Wohnungsbaugenossenschaft eG. Und wie wird man Aufsichtsrat? Meike Grimm: „In der ,bei uns‘ habe ich einen Aufruf gelesen, dass neue Mitglieder des Aufsichtsrats gesucht werden. Daraufhin habe ich für mich abgewogen, ob ich die Aufgaben fachlich bewältigen, die Pflichten zeitlich erfüllen, rechtliche Vorschriften beurteilen und auch das Haftungsrisiko tragen kann. Anschließend habe ich mich in der Vertreterversammlung vorgestellt und für das Amt zur Wahl gestellt.“ Rüdiger Dindorf, Aufsichtsratsmitglied bei der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG, berichtet: „Das Wohnen in der Genossenschaft hat schon meine Kindheit geprägt. Seither sehe ich die Genossenschaft als sinnvolle Gesellschaftsform, die soziales Wohnen ermöglicht. Im Aufsichtsrat kann ich dazu beitragen, dass wir dies lange erhalten. Ich kann mich tiefer in die Themen einarbeiten, den Vorstand bei seinen Entscheidungen unterstützend reflektieren und mein Wissen als Maschinenbaumeister sowie Betriebswirt einbringen.“

„Mich begeistert das genossenschaftliche Prinzip des solidarischen Miteinanders.“

ANN-KATHRIN TIMME, Aufsichtsrat Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG

Tatsächlich gibt es Aufgaben, die alle Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften in den kommenden Jahren stark fordern werden. „Die Erreichung der Klimaziele gehört ganz klar dazu“, sagt Matthias Saß, Vorstand bei der Schiffszimmerer-Genossenschaft eG. „Wir stehen vor der großen Aufgabe, unseren Gebäudebestand energetisch zu modernisieren. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass unsere Mitglieder weiterhin bezahlbar wohnen können.“ Matthias Saß ist überzeugt: „Wenn wir diese Herausforderungen gemeinsam anpacken, mit dem starken Gemeinschaftsgeist, der unsere Genossenschaft schon immer ausgezeichnet hat, dann werden wir auch diese Aufgabe erfolgreich meistern.“ Sandra Koth, Vorständin bei der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG, empfindet ihre Tätigkeit gerade aufgrund der vielfältigen Herausforderungen als so sinnhaft: „Mit unserer Arbeit schaffen wir echten Mehrwert. Als Baugenossenschaft gestalten wir viele Themen von gesellschaftlicher Bedeutung aktiv mit. Sie reichen von der Bestandsverwaltung und dem sozialen Miteinander bis hin zu zukunftsweisenden Themen wie Klimaschutz und der Entwicklung ganzer Quartiere. Gerade diese Vielfalt macht unsere Arbeit spannend und verdeutlicht, wie sehr unsere Entscheidungen das Leben der Menschen beeinflussen.“

BUCKHORN

„Ich engagiere mich gerne“

Genossenschaftsmitglied ist Thomas Voigt, 67, schon lange – seit er 16 Jahre alt ist. Mit 27 Jahren bezog er seine erste Wohnung in der Siedlung am Waldreiterring in Buckhorn. „Zur Vertreterwahl bin ich aber erst angetreten, als ich in den Ruhestand gegangen bin“, sagt der gelernte Journalist. Seit drei Jahren kümmert er sich um die Anliegen der Bewohner und Bewohnerinnen von rund 25 Mehrfamilienhäusern – und wählt einmal im Jahr den Aufsichtsrat der Walddörfer Wohnungsbaugenossenschaft eG. „Das Vertreteramt ermöglicht mir interessante Einblicke“, sagt er. „Und ich fühle eine größere Verantwortung für die Siedlung.“ Deshalb engagiert sich Voigt nun für das Schicksal der „Keimzelle“ der Walddörfer Wohnungsbaugenossenschaft. In den 2040er-Jahren läuft die Erbpacht für das rund 20 Hektar große Grundstück aus. Die Hansestadt plant dann eine drastische Erhöhung der Pachtzahlung, das würde umgerechnet auf den Quadratmeter Wohnfläche 3,20 Euro Mehrkosten im Monat bedeuten – für eine Genossenschaft inakzeptabel. Voigt will nun die Genossenschaftsmitglieder vor Ort aktivieren, um sich für ihre Siedlung einzusetzen. „Dass die SAGA später unsere Häuser übernimmt und bis dahin hier nur noch das Nötigste gemacht wird, kann keine gute Lösung sein.“ Vertreter Thomas Voigt ist deshalb bereit, den Protest zu organisieren, um die Stadt Hamburg zu besseren Konditionen zu bewegen.

Portrait des Genossenschaftsmitgliedes Thomas Voigt

Thomas Voigts Motto: „Nicht nur fordern, sondern gemeinsam Lösungen finden.“

EIDELSTEDT

Portrait der Genossenschaftsmitglieder Axel und seinem Sohn Niklas Lewitz

Gute Tradition: Vater und Sohn sind Vertreter: „Das Interesse an der Sache ist entscheidend.“

„Genossenschaft – die einzig richtige Wohnform in der Großstadt“

Familie Lewitz weiß, wie eine Genossenschaft „funktioniert“ – bereits die Großeltern von Axel Lewitz waren Mitglieder in der Wohnungsgenossenschaft von 1904 eG. „Bis in die 1950er-Jahre wurde die Miete noch bar bezahlt und in der Zentrale in der Gustav-Falke-Straße abgegeben“, erzählt der 66-Jährige. Inzwischen sind auch Sohn Niklas, 34, und Enkel Milo, 3, Mitglieder. Als er gefragt wurde, ob er das Vertreteramt übernehmen würde, sagte Axel Lewitz sofort Ja – das ist inzwischen mehr als 25 Jahre her. „Mir macht es Spaß mitzugestalten“, sagt der gelernte Kaufmann. „Und ich finde es wichtig, Verantwortung zu übernehmen.“ Niklas Lewitz hat sich vor zwei Jahren zum Vertreter wählen lassen – obwohl er derzeit gemeinsam mit seiner Frau vor den Toren Hamburgs ein Eigenheim baut. Er vertritt Mitglieder ohne Wohnungsnutzung. „Im Alter kann ich mir eine Rückkehr in die Stadt gut vorstellen“, sagt der Kaufmann und setzt sich schon heute für das gemeinsame Wohnen ein. „Die Kommunikation zu fördern und die Wohn- und Lebensqualität der Mitglieder zu verbessern, das sind für mich wichtige Aufgaben eines Vertreters.“ Freude macht das Ehrenamt Vater und Sohn gleichermaßen: „Ich schätze den Austausch mit den anderen Vertretern und die Fortbildungen“, sagt Axel Lewitz. Sein Sohn lobt den Wissenstransfer: „Die Erfahrungen, die ich als Vertreter sammele, nehme ich mit in den Beruf. Und meine berufliche Expertise hilft mir beim genossenschaftlichen Engagement weiter.“

LOKSTEDT

„Der Einsatz lohnt sich“

Wenn es ums Wohnen geht, hat Axel Stahl, 74, eine bewegte Geschichte: Als 20-Jähriger zog er zum ersten Mal in eine Genossenschaftswohnung. „Den Vertrag für die Einzimmerwohnung mit Schlafnische unterschrieben noch meine Eltern. Damals war man ja erst mit 21 Jahren volljährig“, erzählt das Mitglied der Wohnungsbaugenossenschaft KAIFU-NORDLAND eG. Als Ehemann und junger Vater konnte er drei Jahre später innerhalb der Genossenschaft in eine Dreizimmerwohnung in Eppendorf wechseln. 1977 ging es dann in den KAIFU Neubau in Rissen. In den kommenden Jahrzehnten zog die Familie Stahl immer wieder weiter: in das Eigenheim in Rissen, in eine Mietwohnung in Poppenbüttel nahe der Arbeitsstätte von Axel Stahls Ehefrau, später wieder zurück in die Innenstadt, dann nach Norderstedt. „Wie immer wir gewohnt haben – ich habe mich in all den Jahren als Genossenschaftsmitglied verstanden und mich entsprechend interessiert und engagiert“, sagt Axel Stahl. Seit gut zehn Jahren ist der Manager im Ruhestand einer der Vertreter für die rund 4.000 KAIFU-Mitglieder ohne Genossenschaftswohnung. Vor wenigen Monaten ist das Ehepaar Stahl in die neue Anlage in Lokstedt umgezogen. „Wenn ich gewählt werde, übernehme ich hier vor Ort gerne das Vertreteramt. Das ehrenamtliche Engagement macht mir Spaß, ich beschäftige mich gerne mit dem Thema Wohnen in Hamburg – und vielleicht am wichtigsten: Ohne Vertreter kann eine Genossenschaft nicht funktionieren.“

Portrait des Genossenschaftsmitgliedes Axel Stahl

„Mitmachen ist wichtig!“ Axel Stahl trägt gern zum Gelingen der genossenschaftlichen Idee bei.

Gut erklärt

Das Genossenschafts-Prinzip

1. Die gewählten Vertreter treffen auf der Versammlung Grundsatzentscheidungen der Genossenschaft und wählen den Aufsichtsrat.

2. Der Aufsichtsrat bestimmt den Vorstand und berät und kontrolliert den Vorstand im Sinne der Mitglieder und der Satzung.

Die gewählten Vertreter treffen auf der Versammlung Grundsatzentscheidungen der Genossenschaft und wählen den Aufsichtsrat.

Das Genossenschafts-Prinzip

Der Aufsichtsrat bestimmt den Vorstand und berät und kontrolliert den
Vorstand im Sinne der Mitglieder und der Satzung.

Grafik des Kreislaufs "Das Genossenschaftsprinzip"

3. Alle fünf Jahre ist die Vertreterwahl. Jedes Genossenschaftsmitglied hat eine Stimme, unabhängig von der Höhe seines Anteils.

4. Der Vorstand bildet die Geschäftsführung einer Genossenschaft und bestimmt somit das operative Geschäft.

Alle fünf Jahre ist die Vertreterwahl. Jedes Genossenschaftsmitglied hat eine Stimme, unabhängig von der Höhe seines Anteils.

Der Vorstand bildet die Geschäftsführung einer Genossenschaft und bestimmt somit das operative Geschäft.

Klare Worte

„Bezahlbares Wohnen bleibt möglich, wenn Rahmenbedingungen stimmen“

Karen Pein, Senatorin in der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Karen Pein, Senatorin in der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

2025 wurde von den Vereinten Nationen zum Jahr der Genossenschaften ausgerufen. Die älteste Wohnungsbaugenossenschaft Hamburgs – die Schiffszimmerer-Genossenschaft – feierte jüngst ihr 150-jähriges Bestehen. Über die Bedeutung der Genossenschaftsidee und ihr Wirken in die Gesellschaft spricht Stadtentwicklungs-Senatorin Karen Pein.

Welche Bedeutung haben die Wohnungsbaugenossenschaften für die Hansestadt Hamburg heute?

Hamburgs Wohnungsbaugenossenschaften sind neben der städtischen SAGA zentrale Akteure für bezahlbaren Wohnraum: Jede siebte Wohnung, darunter jede dritte Sozialwohnung, gehört ihnen. Sie sichern bezahlbaren Wohnraum und stärken den sozialen Zusammenhalt in den Quartieren. Das breite Spektrum an Genossenschaften – von großen Traditionsgenossenschaften bis zu Kleingenossenschaften und genossenschaftlichen Baugemeinschaften – ist ein großer Schatz für unsere Stadt. 2024 lag die durchschnittliche Nettokaltmiete im geförderten Genossenschaftsbestand bei 7,11 Euro/m², für ungebundene Wohnungen bei 7,83 Euro/m².

„Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“, ist das Motto, für das die knapp 240.000 Genossenschaftsmitglieder der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften stehen. Inwiefern kann das Vorbild auch für andere Bereiche der Gesellschaft sein – und braucht es mehr solchen organisierten Zusammenhalt in diesen Zeiten?

Mit ihrem nicht gewinnorientierten Prinzip des sozialen und nachhaltigen Wohnens spielen Genossenschaften eine wichtige Rolle. Sie fördern Gemeinschaft, verhindern soziale Isolation und bieten barrierefreies Wohnen, sodass Menschen länger in ihrem Quartier bleiben können. Deshalb wünsche ich mir mehr solcher genossenschaftlicher Projekte. Zwar sind kleine Genossenschaften nicht die alleinige Antwort, können aber – gerade in neuen Quartieren – engagierte Gemeinschaften bilden, die auch in die Nachbarschaft wirken.

Um Herausforderungen wie hohe Baukosten und Grundstückspreise aufzufangen, bietet unser Förderprogramm für kleingenossenschaftliche Baugemeinschaften eine passgenaue Unterstützung. Zudem vergeben wir einige städtische Grundstücke nur an Baugemeinschaften. Kleingenossenschaftliche Baugemeinschaften brauchen oft individuelle Unterstützung. Daher prüfen wir, ob sich die Stadt an der Gründung einer Dachgenossenschaft beteiligen könnte, die solche Projekte gezielt unterstützt. Hier gibt es noch offene Fragen, u. a. im Hinblick auf Zielgruppen, Art der Unterstützung (einmalig oder dauerhaft). Ziel ist ein ergänzender Baustein für besondere gemeinschaftliche Projekte, nicht eine Konkurrenz zu bestehenden Genossenschaften.

Inwiefern setzen Sie sich für den sozialen Wohnungsbau, für den die Genossenschaften stehen, ein?

Unseren bisherigen Erfolg – über 100.000 Wohnungen seit 2011 – wollen wir auch bei schwieriger Marktlage fortsetzen. Deshalb haben wir die Wohnraumförderung ausgeweitet: 2025/26 stehen rund 1,8 Milliarden Euro für jährlich mindestens 3.000 geförderte Neubauwohnungen in drei Förderwegen bereit. Wir haben die Programmzahlen zudem auf etwa 15.000 Modernisierungen und 1.300 Sozialbindungen im Bestand gesteigert.

Bei den Baukosten haben wir ebenfalls einen entscheidenden Schritt gemacht: Mit dem Hamburg-Standard im Rahmen der „Initiative kostenreduziertes Bauen“ machen wir Bauen günstiger und schneller. Pilotprojekte, auch von Genossenschaften, zeigen, dass bezahlbares Wohnen möglich bleibt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Was wünschen Sie den Genossenschaften (und sich?) für die Zukunft?

Ich würde mich freuen, wenn die Baugenossenschaften weiterhin ihr Engagement für neuen Wohnraum entschlossen fortführen – trotz der großen Herausforderungen (Sanierung älterer Bestände, Austausch von Heizungsanlagen, Einbau von Wärmepumpen etc.). Sie schaffen Wohnraum, fördern Gemeinschaft, stabilisieren den Mietenspiegel und setzen wichtige Impulse im Neubau. Es ist gut, dass wir die Genossenschaften beim „Bündnis für das Wohnen“ an Bord haben, und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

Service

Nummern für alle Fälle

Ob praktische Hilfe oder freundlicher Beistand:
Diese Kontakte bieten Unterstützung

Silbernetz

Über 60 Jahre alt und niemand da zum Reden? Im Silbernetz finden Sie täglich von 8 bis 22 Uhr Kontakt, kostenlos unter 08 00/7 02 22 40

Telefonseelsorge

Angst, Trauer, Einsamkeit oder Ungeklärtes – ein offenes Ohr und Unterstützung in schwierigen Lebenslagen bieten die ausgebildeten Ehrenamtlichen der Telefonseelsorge rund um die Uhr, kostenlos unter 08 00/1 11 01 11, 08 00/1 11 02 22 oder 08 00/11 61 23

HVV-Heimwegtelefon

Mulmiges Gefühl auf dem Heimweg? Geschulte Ehrenamtliche begleiten Sie am Telefon, von Sonntag bis Donnerstag von 21 Uhr bis Mitternacht, freitags und sonnabends von 21 Uhr bis 3 Uhr morgens, kostenlos unter 08 00/46 48 46 48

Pfoten-Buddies

Mit der Haustierhilfe bietet der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) älteren oder erkrankten Menschen Unterstützung bei der Versorgung ihrer Haustiere an. Kontakt über die ASB Zeitspender-Agentur: 0 40/25 33 05 04

Nummer gegen Kummer

Eltern sein ist manchmal ganz schön schwer! Telefonische Beratung, montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, dienstags und donnerstags bis 19 Uhr. Kostenlos unter: 08 00/1 11 05 50

QplusAlter

Gruppenfoto "Projekt QplusAlter"Franziska Leidreiter leitet das Projekt QplusAlter der Evangelischen Stiftung Alsterdorf.

Frau Leidreiter, für wen ist QplusAlter gedacht?
Wir beraten Menschen ab 65 Jahren in Bergedorf, Hamburg-Nord, Eimsbüttel und Wandsbek. Die zehn hauptamtlichen Lotsen und Lotsinnen (oben im Bild) der Evangelischen Stiftung bringen viel Wissen und Erfahrungen mit: aus Pflege, Quartiersarbeit, Sozialpädagogik, Gesundheitsförderung und Heilerziehungspflege sowie in der Arbeit mit demenziell veränderten und psychisch erkrankten Menschen. Neu ist: Wir beraten auch auf Englisch, Italienisch, Spanisch und Türkisch.

Wie genau kann mir die Lotsin oder der Lotse weiterhelfen?
Beim Älterwerden tauchen viele Fragen auf: Wie geht es nach einem Krankenhausaufenthalt weiter? Wie finde ich die passenden Hilfen? Wie kann ich Kontakte knüpfen? Was bietet mein Stadtteil? Was kann ich tun, wenn ich mich um meine Angehörigen oder eine Nachbarin sorge? Das Team berät die Menschen dazu, wie sie eine passende Unterstützung für sich organisieren können. Die Lotsen führen persönliche Gespräche und erkunden gemeinsam, wie die Menschen leben möchten und was ihnen wichtig ist. Es geht um unterschiedliche Themen: um den Alltag, die Gesundheit, den Ausbau von Kontakten, Unterstützungsformen und Pflege oder auch, wie alles finanziert werden kann. Die Lotsen und Lotsinnen unterstützen auch dabei, die Ideen umzusetzen.

Was muss ich tun, um beraten zu werden?
Wir beraten am Telefon, kommen zu den Menschen nach Hause oder treffen uns mit ihnen im Stadtteil. Es gibt regelmäßige Sprechstunden, z. B. in Kirchengemeinden oder Nachbarschaftstreffs. Die Beratungen sind kostenfrei. Wenn Sie sich beraten lassen möchten, rufen Sie einfach an und vereinbaren einen Termin.

Unsere Rufnummern:
Bergedorf: 0 40/50 77 33-55, Eimsbüttel: 040/507733-53,
Hamburg-Nord: 040/507733-54, Wandsbek: 040/507733-58

Hamburg grafisch

Tourismus
in der Hansestadt

Wissenswertes über das „Tor zur Welt“

Eine illustrierte Collage eines Koffers und einzelnen Elementen, die alle für Hamburg stehen. Dazu beinhaltet das Motiv kleine Texte mit Erklärungen und spannenden Fakten über Hamburg.
Eine illustrierte Collage eines Koffers und einzelnen Elementen, die alle für Hamburg stehen. Dazu beinhaltet das Motiv kleine Texte mit Erklärungen und spannenden Fakten über Hamburg.

Schöne Töne

9x

Musik liegt in der Luft

Klangvolles rund ums Fest

Buchcover "Ritter Rost und der Yeti"

Oschneemine

Ein Yeti bedroht das Volk der Schneemänner! Als Ritter Rost davon hört, würde er sich am liebsten unter der Bettdecke verstecken. Doch Burgfräulein Bö und der Drache Koks sind sich einig: Den Schneemännern muss geholfen werden. Gemeinsam kommen sie dem geheimnisvollen Schneemonster bald auf die Schliche. „Ritter Rost und der Yeti“, ein winterliches Musical- und Mitmachbuch mit CD, Annette Betz Verlag.

Logo Komponistenquartier Hamburg

Brahms statt Wham

Sie haben genug von „Last Christmas“? Vielleicht ist dann ein Besuch im KomponistenQuartier, kurz KQ, in der Neustadt etwas für Sie. Brahms, Telemann, Mendelssohn: Viele bedeutende Komponisten haben in Hamburg gelebt und gewirkt. Im KomponistenQuartier können kleine und große Besucher und Besucherinnen die Musikgeschichte der Stadt mit modernsten Medien vor einer historischen Kulisse kennenlernen, Infos: komponistenquartier.de

Buchcover "Sounds of Hamburg"

Hommage an die Musikszene

Wer lieber gemütlich auf dem Sofa schmökern möchte, kann „Sounds of Hamburg“ (Junius Verlag) zur Hand nehmen. Alf Burchardt und Bernd -Jonkmanns erzählen auf knapp 300 Seiten mit über 500 Farbabbildungen von sechs Jahrzehnten (1960 bis 2020) Musikgeschichte in der Hansestadt: vom Barmbeker Jungen Bert Kaempfert über die Hamburger Schule mit Blumfeld und Tocotronic bis Hip-Hop und zur Rapperin Haiyti. Ein liebevoll gestaltetes Kompendium.

Zwei Reggae-Musiker auf der Bühne in der Fabrik

Groove statt Gans

Für alle, die Heiligabend Lust auf Feiern haben – aber eben anders: Am 24. Dezember sorgt die Fabrik in Altona ab 20 Uhr mit der „X-mas Reggae Show“ für beschwingte Stunden. Getanzt wird zu Reggae-, Dancehall- und Dub-Beats, dargeboten von erstklassigen Live-Acts, Infos: fabrik.de

Gruppenbild des Volkalensemble Art’n’Voices

Berührende Klangwelt

Das Volkalensemble Art’n’Voices aus Danzig gibt am 3. Dezember mit „Christmas at Sea“ sein Debüt in der Elb-philharmonie und präsentiert weihnachtlichen A-cappella–Gesang, Infos: elbphilharmonie.de

Bühnenaufnahme der singenden Darstellerin.

X-mas auf Platt

„De Ohnsorg-Wiehnachtsshow – Alle Jahre wieder“ bringt plattdeutschen Humor, Musik und besinnliche Geschichten auf die Bühne. Caroline Kiesewetter moderiert, singt und erzählt, begleitet von einem spielfreudigen Ensemble, vom 4. bis 7. Dezember, Infos: ohnsorg.de

Nachtaufnahme der Eisarena

Clubnight on Ice

In der EisArena inmitten von Planten un Blomen läuft immer Musik (Charts). Aber jeden Freitag und Samstag findet hier die Club Night statt. Ab 19 Uhr dreht ein Live-DJ die Lautsprecher auf, Infos: eisarena-hamburg.de

Kinoleinwand auf der "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" läuft, sowie dadrunter das zugehörige Orchester.

Filmklassiker

Der Kultfilm gehört für viele zum Fest wie Plätzchenbacken und die geschmückte Tanne. Am 21. und 28. Dezember wird in der Laeiszhalle der Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf Großleinwand gezeigt – begleitet von einem Live-Orchester, das Karel Svobodas Filmmusik synchron zum Bild spielt. Mehr weihnachtliche Konzerte in der Laeiszhalle: „Swinging Christmas“, „Nordische Weihnacht“, „Winter Wonderland“, „Nussknacker – das Familienkonzert“ und mehr, Infos: elbphilharmonie.de/de/laeiszhalle

Gruppenfoto mit der Sängerin Helene Blum und den namentlich erwähnten Musikern im Text.

Skandi-Folk

Mit ihrem Programm „Nordic Christmas“ holen die Sängerin Helene Blum und der Geiger Harald Haugaard – unterstützt von weiteren großen Namen der skandinavischen Folkszene wie Oskar Reuter und Tiril Eirunn Einarsdotter – die besondere Atmosphäre des nordischen Winters in den Konzertsaal. Am 18. Dezember in der „Elphi“, Infos: elbphilharmonie.de

Digitales Kreuzworträtsel

Titelbild des "Hamburg"-Kalenders

Jetzt darf gerätselt werden! Und wer die Lösung findet, hat die Chance auf einen von fünf Kalendern „Hamburg aus den Wolken“ mit spektakulären Perspektiven auf die Hansestadt.

Viel Vergnügen beim Miträtseln!

So nehmen Sie teil:
1. Das Rätsel komplett ausfüllen
2. Über den anschließend eingeblendeten Link das Lösungswort angeben.

Einsendeschluss ist der 22.12.2025